Geschichte im Vest

Der Spiekermannshof heute, Westerholt und Linnefant

Fotos:                                                                                                            Zeichnungen:
Beate Caroline Sandforth                                                                        Thomas Becks

Der Spiekermannshof ist in der Vergangenheit, nach Annas Tod, einmal abgebrannt. Das Kreuz ist zum Gedenken Anna Spiekermanns errichtet worden.

Der alte Kirchturm ist ein Jahr nach Annas Tod eingestürzt. Neben der Ruine steht die Schlosskapelle. Der Rest des Kirchturms lässt die Größe der Kirche erahnen. In Westerholt lebten im Jahr 1700 ca. 600 Einwohner und die Kirche dürfte groß genug für alle gewesen sein.

Am Ende der Dia-Show erscheint die Siebenschmerzen-Kapelle in der Löchterheide. Sie wurde 1723 von der Gräfin Henrika von Aschenbroich, Herrin auf Westerholt, gestiftet. 1940 wurde die Kapelle durch einen Orkan beschädigt. Westerholter Kolpingsöhne restaurierten sie 1948. Seit 1998 kümmert sich ein Förderverein um das Andenken. 2001 wurde die Kapelle neu eingeweiht. Der Grund für die Stiftung ist umstritten. Einerseits werden die häufigen, blutigen Fehden zwischen den Westerholtern und Bueranern als Grund gesehen. Andere wiederum sehen den Grund der Stiftung in Annas Hinrichtung, die der Graf für seine Machtpolitik zu nutzen wusste und mit allen Mitteln gegen seine Untertanen durchsetzte. Für die Theorie der Fehden spricht der Ort, an dem die Kapelle erbaut wurde; hier im Linnefant wuchs das Gehölz, um das es in den Fehden ging. Doch der Ort kann auch als Mittelpunkt gesehen werden; zwischen Sutum, wo Anna geboren wurde, und der Freiheit Westerholt, wo sie die Freiheit suchte und den Tod fand.

 

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